Familiäres Empfangskomitee in Klingenthal
Steffi und Karsten Langer während des Sommer Grand Prix letztes Jahr im Akkreditierungsbüro.
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Familiäres Empfangskomitee in Klingenthal

Klingenthal. Hinter den Kulissen – da schaffen viele Helfer des VSC Klingenthal mit riesigem Engagement, um nationale und internationale Wettkämpfe zu sichern. Zu ihnen gehören Steffi und Karsten Langer. Die beiden wirken aber eigentlich nicht hinter den Kulissen, sondern davor. Denn die Schönecker bilden sozusagen das „familiäre Empfangskomitee“ bei Weltcups und Sommer Grand Prix. Sprich: die beiden Lehrer sind für die Akkreditierung zuständig.

„Wir sind schon immer vereinsmäßig aktiv, haben Interesse für Sport, also machen wir hier mit“, sagt Steffi Langer zum gemeinsamen Engagement in Klingenthal. Sport steht bei Steffi und Karsten Langer wirklich im Mittelpunkt.

Zum einen beruflich: Sie unterrichtet Sport und Deutsch am Elitegymnasium des Sports in Klingenthal. Er wirkt als Lehrer für Sport und Informatik an der Seminarschule in Auerbach. Zu ihren Schülern gehören die Nachwuchs-Wintersportler vom VSC und vom Bundestützpunkt Klingenthal.

Zum anderen lebt das Ehepaar auch sehr sportlich, Radfahren, Laufen, Wandern in den wärmeren Jahreszeiten, Langlauf im Winter. Während der Olympiade in Korea waren sie beispielsweise im Winter-Aktiv-Urlaub. „Früh haben wir im Fernsehen viele Entscheidungen angeschaut, dann sind wir selbst gelaufen“, so Karsten Langer.

So zwei bis drei Wochen vor dem Wettkampf beginnt die Akkreditierung, eine aufwändige Geschichte, die für den Wettkampfablauf immens wichtig ist.

Akkreditierung, das heißt die Zulassung von Sportlern, Trainern, Technikern, Offiziellen, Kampfrichtern, Helfern, Sponsoren, Medienvertretern, Händlern und vielen mehr zum Wettkampf. Per Mail gehen die Anträge auf Akkreditierung ein, werden mit dem Organisations-Komitee gesichtet. 

Die gesamte Arena ist in fast 20 nummerierte Bereiche aufgeteilt. Entsprechend der Tätigkeit beim Weltcup oder Grand Prix erhalten die Antragsteller Zutritt für die entsprechenden Bereiche. Fotografen dürfen beispielsweise auf die Treppe neben dem Aufsprunghang, Wertungsrichter auf den Kampfrichterturm, Sportler, Trainer und Techniker logischerweise ins Athletendorf usw. Auf den Akkreditierungskarten werden die Bereiche gekennzeichnet. Jeder Akkreditierte muss diese Karte umhängen, so dass die Security während des Wettkampfs kontrollieren kann. Damit alles passt und möglichst unkompliziert läuft, bringen Langers ihre Ideen ein, und als Informatiklehrer arbeitet vor allem Karsten mit den Programmierern der Akkreditierungssoftware zusammen.

 

Die Karten werden ausgedruckt und können zu festgelegten Zeiten in der VSC-Geschäftsstelle bei den Langers abgeholt werden. „1.200 bis 1.300 Karten sind das bei einem Weltcup“, so Steffi Langer. Da muss vorher mit großer Genauigkeit alles sortiert werden, damit die Ausgabe, die am Donnerstagnachmittag beginnt, zügig erfolgt. Auch wenn dabei im Akkreditierungs-Büro die Luft mal dick wird, Steffi und Karsten Langer bleiben ruhig und freundlich, schließlich sind sie ja das „familiäre“ Empfangskomitee.