Nach dem Weltcup ist vor dem Weltcup
Björn Kircheisen freut sich auf sein Heimspiel in Klingenthal.
© Thomas Lenk

Nach dem Weltcup ist vor dem Weltcup

Klingenthal. Eine Woche nach dem nervenaufreibenden Weltcup-Opening der Skispringer bleibt Veranstalter VSC Klingenthal keine Zeit zum Luft holen. In genau 32 Tagen erwartet die Sparkasse Vogtland Arena die besten Nordisch Kombinierten der Welt zum nächsten FIS Weltcup.
Während die Großschanze in Klingenthal noch sprungtauglich ist und von Athleten aus der Schweiz und Tschechien zum Training genutzt wurde und wird, liegt jetzt der Fokus auf der Präparierung der Laufstrecke.
Eine zwei Kilometer lange Runde muss in und um die Sparkasse Vogtland Arena angelegt werden, etwa 10.000 Kubikmeter Schnee werden benötigt. Wie gewohnt, werden Start und Ziel des Langlaufes im Schanzenauslauf liegen. Organisationschef Alexander Ziron: „Die Produktion mit unseren Schneekanonen nimmt in etwa 10 Tage in Anspruch, in denen wir Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt benötigen. Den aktuellen Wetterprognosen zu Folge könnte in einer Woche eine Kaltfront das Vogtland erreichen.“ Die erneute Anmietung von Spezialgerät zur Schneeproduktion oder die Anlieferung von zusätzlichem Schnee schließt Ziron aus: „Wir benötigen für die Laufstrecke mehr als dreimal so viel Schnee, wie für die Präparierung der Schanze. Die Kosten wären astronomisch.“

Zusätzliche Sorgen bereitet dem VSC eine aktuelle Unwetterwarnung vor Dauerregen im oberen Vogtland. Ziron: „Das wird sicher nicht spurlos an der Schanze vorbei gehen. Wir werden also aller Voraussicht nach auch hier noch den einen oder anderen Kubikmeter benötigen.“
Nichtsdestotrotz ist Ziron optimistisch, dass die Klingenthaler auch den zweiten Weltcup des Winters stemmen werden: „Extrembedingungen sind bei uns ja inzwischen die Regel. Momentan sind wir noch völlig gelassen. Zum Skisprung-Weltcup standen wir 12 Stunden vor dem ersten Wertungssprung noch vor einem Trümmerhaufen und haben es dennoch geschafft. Da gibt es keinen Grund, diesmal 32 Tage vor dem Training der Kombinierer den Kopf in den Sand zu stecken.“