Noch 7 Tage: Erfolg made in Austria
Der deutsche Bundestrainer Werner Schuster ist einer der österreichischen Erfolgsgaranten in aller Welt.
Brand-Aktuell

Noch 7 Tage: Erfolg made in Austria

Klingenthal. Was haben „Grossauer Edelkonserven“, die Tischlerei Ainhirnholz und die „PIENO“ Haustüren GmbH gemeinsam? Sie alle sind „Made in Austria“, und das sogar mit Zertifikat. Einen Eintrag sucht man auf der Website des Gütesiegelanbieters aber selbst in der Kategorie „Sport & Spielwaren“ vergeblich: Skisprungtrainer.

Sechs Nationen setzen inzwischen auf österreichische Skisprunglehrer. Zu Heinz Kuttin in Österreich, Werner Schuster in Deutschland, Richard Schallert in Tschechien und Alex Stöckl in Norwegen gesellen sich ab diesem Winter Stefan Horngacher für Polen und Andreas Mitter in Finnland.

Der Erfolg gibt den Coaches aus dem Alpenland in jedem Fall Recht:

Während Heinz Kuttin in Österreich als Nachfolger des erfolgreichsten Skisprungtrainers aller Zeiten, Alex Pointner, etwas kleinere Brötchen als sein Vorgänger backen muss, hat Werner Schuster das deutsche Team auf eine wahre Erfolgswelle gehievt. Seit seinem Amtsantritt 2008 formte er ein Weltklasseteam, machte Severin Freund zum Weltmeister und Gesamtweltcupsieger und bejubelte Mannschaftsgold bei Olympia 2014.

Alex Stöckl kann in Norwegen auf ein ganzes Bataillon hochtalentierter Springer setzen. Johann-Andre Forfang, Daniel Andre Tande und Co sind in der Weltspitze angekommen. Am Kulm flogen die Norweger vergangenen Winter zu Mannschaftsgold bei der Skiflug-WM und gewannen überlegen den Nationencup im Skisprung-Weltcup.

Richard Schallert formte Roman Koudelka zu einem Siegspringer, hielt Jakub Janda in Sprunglaune und hat inzwischen auch einige vielversprechende Talente in Petto.

Während Stefan Horngacher in Polen nun eine gefestigte Mannschaft übernehmen konnte und nach einigen technischen Umstellungen bereits im zurückliegenden Sommer vor allem dank Maciej Kot erste Erfolge feiern durfte, wird die Aufgabe von Andreas Mitter in Finnland wohl ungleich schwieriger. Sollte es gelingen, bis zur Weltmeisterschaft vor eigenem Publikum in Lahti eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzustellen, die im Teamwettbewerb zumindest das Finale erreicht, wäre das wohl schon ein Erfolg. Mittelfristig bedarf es in Finnland aber tiefgreifender struktureller Veränderungen.

Spätestens seitdem Werner Schuster ein brachliegendes deutsches Team wieder in die Weltspitze führte ist aber auch klar: „Made in Austria“ ist selbst das möglich.