Noch 25 Tage: Schneeproduktion hat begonnen
Organisationschef Alexander Ziron prüft den ersten Weltcupschnee.
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Noch 25 Tage: Schneeproduktion hat begonnen

Klingenthal (2014). In der Sparkasse Vogtland Arena hat 25 Tage vor dem Weltcup-Opening der Skispringer die Schneeproduktion begonnen. Das finnische Unternehmen „SnowTek“, das bereits den Kunstschnee für die Olympischen Winterspiele im russischen Sochi produzierte, ist mit einem dreiköpfigen Technikerteam sowie einer aus zwei Lastzügen und einem etwa 10 Meter hohen Silo bestehenden „Schneekanone“ vor Ort. In den kommenden 10 bis 15 Tagen sollen insgesamt etwa 3.000 Kubikmeter „weißes Gold“ entstehen. Anschließend wird der Kunstschnee per Pistenbully auf dem Aufsprunghang der modernen Großschanze in der Sparkasse Vogtland Arena aufgebracht. Bis allerspätestens 20. November soll die Präparierung der Schanze für den ersten Skisprung-Weltcup der neuen Saison vom 21. bis 23. November komplett abgeschlossen sein.

Da witterungsbedingt, anders als im vergangenen Jahr, im letzten Winter kein Schneedepot in der Sparkasse Vogtland Arena angelegt werden konnte, um das Wintersporthighlight des Jahres abzusichern, entschieden sich die Klingenthaler Organisatoren für den finnischen Anbieter. OK-Chef Alexander Ziron: „Wir sind durch die Fernsehbilder aus Sochi auf 'SnowTek' aufmerksam geworden, haben uns das System vor einigen Wochen selbst vor Ort in Finnland angesehen. Dort waren wir vor allem von der Schneequalität absolut überzeugt. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Produktion nahezu wetterunabhängig erfolgen kann und dennoch sowohl aus energetischen als auch ökologischen Gesichtspunkten vertretbar ist. Diese Art der Schneeproduktion ist natürlich mit einem gewissen finanziellen Aufwand verbunden. Im vergangenen Jahr mussten wir aber ebenfalls hohe Energiekosten in Kauf nehmen, um unser Schneedepot anzulegen. Das Entscheidende ist, dass wir mit diesem Verfahren eine optimal präparierte Schanze für das Weltcup-Opening gewährleisten können und frühzeitig Planungssicherheit haben.“

Ants Käis von SnowTek erläutert die Produktionsweise: „In unseren beiden Kühltrucks wird das eingespeiste Wasser so stark herunter gekühlt, das eine Art Eis entsteht. Dieses Eis wird dann im großen Silo abgeschabt und als Kunstschnee herausgeschossen. Das System kommt ohne den Einsatz umweltschädlicher Chemikalien aus und macht die Schneeproduktion auch bei bis zu 30 Grad Celsius möglich. Der entstandene Schnee lässt sich sehr gut verarbeiten, ist gerade für die Präparierung von Langlaufloipen und Skisprung-Anlagen geeignet und darüber hinaus auch bei höheren Temperaturen lange haltbar.“

Thomas Meisinger, der für die Präparierung der Großschanze in der Sparkasse Vogtland Arena verantwortlich ist, fügt an: „Ich war anfangs recht skeptisch, vor allem in Bezug auf die Qualität und Struktur des Schnees. Inzwischen bin ich aber überzeugt, dass wir auf diese Weise eine absolut weltcuptaugliche Anlage präparieren können.“
Mit einem Augenzwinkern ergänzt Alexander Ziron: „Außerdem wird die Schanze noch schöner aussehen als im vergangenen Jahr. Denn diesmal wird der Schnee nicht braun, sondern weiß.“