Unser Mann für Finanzen
Andreas Kunoth ist beim VSC Klingenthal und bei den Wettkämpfen für die Finanzen zuständig, hat in diesen Tagen natürlich auch geschaut, dass die Schneeproduktion läuft.
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Unser Mann für Finanzen

Wenn vor den Sommer Grand Prix oder Weltcups in Klingenthal das Organisationskomitee, kurz OK, zusammenkommt, informieren die einzelnen Mitglieder über den Stand der Vorbereitungen. Absicherung der Parkplätze, Shuttle-Busse, Verkehrssituation, Getränke und Speiseangebote, Hotelzimmer, Internet-Anschlüsse, sind einige der Themen.
Wenn dann Andreas Kunoth an der Reihe ist, gibt es meist nur ein beruhigendes Nicken und ein kurzes „Läuft alles.“  Das entspricht der ruhigen und sachlichen Art des Klingenthalers. Dabei ist er für das Gebiet verantwortlich, das Einfluss auf alle anderen Bereiche hat: Finanzen. Auch im Präsidium des Vogtlandischen Skiclubs Klingenthal (VSC) ist er „Finanzminister“. „Bei der großen Zahl der Vereinsmitglieder und den Topwettkämpfen werden inzwischen jährlich über eine Million Euro umgesetzt“, zeigt er auf, dass es sich nicht nur um die Verwaltung eines Taschengeldes handelt. „Da gab es in den ersten Jahren schon manch schlaflose Nacht“, bekennt er.
Seit 2008 ist Andreas Kunoth Mitglied des VSC-Präsidiums, vorher überwachte er die Finanzen schon drei Jahre lang als Revisor. Ehrenamtlich wohlgemerkt! Sicher bringt er als Mitarbeiter eines regionalen Kreditinstituts hervorragendes Fachwissen ein. Aber es sind wahnsinnig viele Stunden erforderlich, damit immer wieder neue Wege gefunden werden, um Verein und Wettkämpfe finanziell zu sichern. „Hier kann ich nur Danke sagen all den Sponsoren und Unterstützern, aber auch unseren treuen Zuschauern“, betont er und fügt an, dass ohne das tolle Zusammenwirken in Verein, Präsidium und Geschäftsführung sowie im OK nichts laufen würde. Und er ist auch dankbar für die Unterstützung von Sächsischem, Deutschem und Internationalem Skiverband sowie von Landkreis und Land Sachsen.
Zwischen Sommer Grand Prix und Weltcup feierte Andreas Kunoth seinen 53. Geburtstag.  „Ich stand schon mit vier Jahren auf Skiern. Ich war fasziniert von den Erfolgen Klingenthaler Wintersportler, fand es toll, Idole wie Heinz Wosipipo, Harry Glaß, Christel Meinel-Buse, Gerd-Dietmar Klause, natürlich unseren Präsidenten Manfred Deckert und andere hautnah erleben zu können“, beschreibt er seine Verbundenheit zum Wintersport. Selbst steht er heute nicht mehr auf Brettern. Die Freizeit, die der Beruf und das Ehrenamt  lassen, gehört der Familie, wird für Fahrten zu seinen Kindern und beiden Enkelinnen genutzt. Ab und zu geht es auch auf dem Mountain-Bike durch die Wälder rund um Klingenthal oder in die Berge zum Wandern.
Überhaupt fühlt er sich im Vogtland wohl, kehrte nach Armee und Studium zurück: „Wir haben hier so viel zu bieten, Göltzschtalbrücke, Raumfahrtausstellung, Besucherbergwerke, den Freizeitpark Plohn um nur einige zu nennen. Die Arena gehört dazu. Das sollten wir als Vogtländer gemeinsam viel bekannter machen, zusammen für unsere schöne Heimat werben.“ Andreas Kunoth würde sich freuen, wenn dies noch mehr Vogtländer auch bei den internationalen Wettkämpfen in der Arena zeigen, gemeinsam mit den Fans aus vielen Ländern die bekannten Sportler feiern und schöne Tage genießen.
Der Finanzmann selbst  hat rund um die Wettbewerbe ein großes Pensum zu bewältigen. Im Vorfeld muss beispielsweise Wechselgeld für die Kassen geordert werden, ebenso die Aufwandsentschädigungen für Kampfrichter, Offizielle, Vorspringer, die er auch auszahlt. Es müssen bereits erste Rechnungen beglichen werden. Früher gehörte die Übergabe des Preisgeldes ebenso zu seinen Aufgaben. „Das wird jetzt aber überwiesen, weltweit“, so Andreas Kunoth. Besetzung der Kassenhäuschen, Bereitstellung der Tickets, Abstimmung mit Securitys, Abrechnungen  und vieles mehr füllen die Wettkampftage aus. „Ohne Krissi Buse und die anderen Helfer würde das nicht funktionieren! Inzwischen werden wir sogar von Volontären aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstützt! Das ist einfach toll.“
Wie bei vielen der Helfer ist es auch bei Andreas Kunoth so, dass er von den Springen selbst recht wenig mitbekommt, die Wahnsinnsatmosphäre im Auslauf  der Sparkasse Vogtland Arena kaum genießen kann. Nur einmal war das anders. „Da haben mich die Freunde wirklich überrascht“, erinnert er sich lächelnd. Per Funk wurde er zum Exit-Gate beordert. Dort haben ihn die Moderatoren in den Innenraum gebeten, wo ihm VSC-Präsident Manfred Deckert als „Helfer der Veranstaltung“ dankte, unter dem verdienten Beifall von tausenden Fans.