Emotionaler Abschied einer Pionierin
Ulrike Gräßler umrahmt vom Damenteam des Deutschen Skiverbandes.
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Emotionaler Abschied einer Pionierin

Klingenthal. Skispringerin Ulrike Gräßler ist am Mittwoch (3.10.) im Rahmen des FIS Grand Prix in der Sparkasse Vogtland Arena offiziell vom Leistungssport verabschiedet wurden.

Die Vizeweltmeisterin von 2009 hatte im Juli das Ende ihrer Laufbahn verkündet.

In Klingenthal standen ihre ehemaligen Teamkolleginnen und das Trainerteam des Deutschen Skiverbandes Spalier, als Olympiasiegerin Carina Vogt die 31-jährige Gräßler in den Schanzenauslauf rief. „Wir waren nicht nur Zimmerkolleginnen, sondern auch sehr gute Freundinnen“, sagte Vogt. Mit Tränen in den Augen nahm Gräßler von Franz Steinle, Präsident des Deutschen Skiverbandes, als Anerkennung ihrer Verdienste die silberne Ehrennadel des Skiverbandes entgegen. Auch Heiko Krauße, Präsident des Skiverbandes Sachsen, würdigte die gebürtige Eilenburgerin als Vorbild für junge Athleten.

Gräßler startete seit 2001 für den VSC Klingenthal und gewann zwischen 2007 und 2010 15 Einzelwettbewerbe im FIS Continentalcup, der damals höchsten Wettkampfklasse der Skispringerinnen.

Neben ihrem zweiten Platz bei den ersten Weltmeisterschaften der Damen 2009 im tschechischen Liberec, gewann Gräßler 2013 in Val di Fiemme mit dem deutschen Mixedteam Bronze.

Beim ersten olympischen Wettbewerb der Damen 2014 in Sochi sprang sie trotz Fieber auf Platz 22.

Nach einem schweren Sturz Ende 2015 in Notodden (NOR), bei dem sie sich unter anderem acht Rippenbrüche und einen Kreuzbandriss zuzog, schaffte Ulrike Gräßler zwei Jahre später nochmals den Sprung zurück ins Weltcupteam des DSV.

In Zukunft wird sie sich ihrer beruflichen Laufbahn bei der Bundespolizei widmen.